

Zur diesjährigen Anlagenprüfung der Landesgruppe Sachsen versammelten sich vom 17. bis 18. April insgesamt sieben Gespanne, darunter zwei zur vorgezogenen lauten Jagd im Rahmen der GP sowie ein tschechisches Gastgespann. Mit im Gepäck waren außerdem Vertreter und Gäste aus dem tschechischen und slowakischen Klub Dachsbracke, die sich an diesem Wochenende ein Bild über die Anlagenprüfung des Vereins Dachsbracke machen wollten und dabei Anregungen für ähnliche Prüfungen in ihren Ländern sammelten. Ebenso begleitete uns unser 1. Vorsitzender Peter Fickenscher, der uns an diesem Wochenende im Osterzgebirge tatkräftig unterstützte.

Nach der Begrüßung durch Prüfungsleiterin und stellv. Landesobfrau Anett Salzmann und der anschließenden Tagesplanung ging es in den drei Richtergruppen hinaus in die Reviere rund um Hermsdorf, Obercarsdorf, Nassau und Ammelsdorf. Dank der zahlreichen Gäste und Dachsbrackenfreunde, die mit aufmerksamen Blicken alles haargenau beobachteten, konnten für die Hundegespanne die schwer zu eräugenden Hasen ausgemacht werden. So zeigten bereits am ersten Abend alle Hunde durchweg gute Leistungen.
Greta vom Waldgut konnte mit ihrem Führer Stefan Hofmann einen Hasen zwölf Minuten lang mit sehr gut vernehmbarem Spurlaut arbeiten. Aber auch Maksa mit ihrem Führer Holger Baumann konnte sieben Minuten lang mit kräftigem und weit vernehmbarem Spurlaut einen Hasen arbeiten.
Das Licht neigte sich zunehmend dem Ende entgegen, die Hände aller Helfer wurden kälter, und so wurde der erste Prüfungstag beendet. Anschließend trafen sich alle wieder in unserer Stammunterkunft dem SWF Sporthotel in Hermsdorf zum gemütlichen Beisammensein. Erste Erfolge wurden ausgetauscht und der Abend klang in entspannter Atmosphäre aus.

Nach kurzer Nachtruhe machten wir uns am nächsten Morgen bereits im ersten Licht wieder auf den Weg und läuteten somit den zweiten Prüfungstag ein. Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder eher der frühe Hund den Hasen. So konnten am zweiten Prüfungstag bei erzgebirgischem Frühlingswetter und trotz der ein oder anderen Müdigkeit die restlichen Hundegespanne ihre Noten verbessern.
So verfolgte Alma von den Göther Tannen mit ihrem Führer Peter Auerbach einen Hasen elf Minuten lang. Inge vom Eiskellerberg jagte mit ihrem Führer Dennis Kath einen Hasen mit kräftigem Spurlaut über acht Minuten.

Nach erfolgreicher lauter Jagd der Hunde – aber auch vorsorglich, um andere nicht durch zu lautes Magengrummeln zu verschrecken – ging es für uns zunächst zurück in unsere Unterkunft, wo bereits heißer Kaffee und ein ausgewogenes Frühstück auf uns warteten.
Frisch gestärkt ging es anschließend wieder hinaus durch Wald und Flur. Da sich die Ergebnisse im Fach, Art der Suche am Vortag eher durchwachsen gezeigt hatten, bekamen die Gespanne nochmals die Möglichkeit, sich zu verbessern. Im Anschluss wurde zudem das Verhalten auf den Schuss geprüft, welches alle Hunde unbeeindruckt mit der Bewertung „schussfest“ absolvierten.
Zuletzt führten unsere Formwertrichter die Nachzuchtbeurteilung bei den fünf Dachsbrackenhündinnen durch. Nach der Richternachbesprechung und den noch zu erledigenden Formalitäten konnten allen fünf Gespannen ihre Urkunden überreicht werden. Alle bestanden die Anlagenprüfung: zwei im ersten Preis, darunter unsere Prüfungssiegerin Greta vom Waldgut mit ihrem Führer Stefan Hornig, zwei im zweiten Preis und ein Gespann im dritten Preis.

Alles in allem hat es der doch so wechselhafte April an diesem Wochenende gut mit uns gemeint und uns mit gutem Wetter sowie reichlich Hasenbesatz beschenkt. Wir wünschen all unseren Anlagenprüfungsgespannen Suchenheil, viel Geduld und Durchhaltevermögen hinsichtlich der Vorbereitungen zur Gebrauchprüfung!
Text: Antonia Süß / Fotos: Anett Salzmann, Antonia Süß