

Bei herbstlichem Wetter wurde die AP im Bayerwald unter Leitung des ehemaligen bayerischen LOM‘s Andi Rauch an unserem Stammlokal „Landgasthof Riedl“ in Kapfham am Freitagmittag eröffnet. Zehn Gespanne waren zur lauten Jagd auf Hase und Fuchs angetreten.
Nach dem fixen Check der Unterlagen fand auf der Terrasse des Suchenlokals die Nachzuchtbeurteilung unter den kritischen Augen von Zuchtbuchführer Alex Kelle sowie unseres zweiten Vorsitzenden Thomas Gundersdorf statt. Es war erfreulich und erstaunlich, wie reibungslos der Großteil der Hunde das Kluppen und die Zahnkontrolle über sich ergehen ließ. So blieb am Nachmittag bei noch einigermaßen trockenem Wetter Zeit zur Überprüfung der Schussfestigkeit, bei der sich alle Hunde völlig unbeeindruckt zeigten. Im Anschluss an eine weitere Einkehr ins Suchenlokal zu einer wärmenden Tasse Kaffee oder Tee ging es in drei Gruppen weiter zum Hasenauslauf.
Leider spielte das Wetter nicht mit und es setzte pünktlich zur „Prime-Time“ sintflutartiger Regen ein. Dies machte es den Richtern, Hundeführern und vor Allem den jungen Hunden nicht gerade leicht. Es war erstaunlich, dass sich überhaupt Hase und Fuchs vielfach blicken ließen, wodurch einige Prüflinge trotz der widrigen Bedingungen bereits erste, zum Teil sehr ansehnliche Ergebnisse erzielen konnten.

Josef Zintl mit Alfons vom Aschenstein nebst Prüfungsleiter Andi Rauch
Nach Einsetzen der Dunkelheit flüchtete die ganze Prüfungsgruppe gerne in die trockene, warme Stube und ließ bei dem ein oder anderen Getränk und einer Brotzeit die Geschehnisse revuepassieren. Der nächste Morgen brachte gutes Wetter, optimale Bodenfeuchte und vor Allem weitere, vielfach sehr gute Ergebnisse im Fach „Halten der Spur“ und „Spurlaut“. Es konnten die meisten Ergebnisse vom Vorabend verbessert werden, einige wurden bestätigt.

Richtergruppe 3 nach Abschluss der Prüfung
Im Anschluss an ein gemütliches Frühstück wurde noch die „Art der Suche“ in den Gruppen überprüft, bevor es gegen Mittag zurück ans Suchenlokal ging. Nach Erledigung der Schreibarbeit und einem reichhaltigen Essen beschloss Prüfungsleiter Andreas Rauch die Prüfung mit der Preisverleihung und Pfostenschau.

Richtergruppe 2 bei der kurzen Lagebesprechung am Samstagvormittag
Es konnten insgesamt ein III. Preis, vier II. Preise und fünf I. Preise vergeben werden.
Prüfungssieger und somit stolzer Besitzer einer unserer „berühmten“ Schiefertafeln wurde Georg Pritscher mit seinem Rüden Anton von der Göttlmühle, der angesetzt am Fuchs 17 Minuten mit kräftigem Laut jagte.
Besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Gastwirtsfamilie Riedl für die hervorragende Bewirtung und unserem Klemens Daum für die Stiftung der Schiefertafel. Weiterhin bedankt sich die Landesgruppe herzlich bei den Revierinhabern Georg & Josef Scheichenzuber sowie Robert & Katharina Gattermann, welche in den letzten Jahren meist im Frühjahr und Herbst ihre idealen Reviere dem Verein zur Verfügung stellen. Erstmals konnten wir auch das Revier von Martin Helml-Lenz & Erich Lenz besuchen und den hervorragenden Hasenbesatz nutzen. Auch hier ein saggrisches vergelt’s Gott!
Wir bedanken uns auch bei den disziplinierten Hundeführern, allen Helferinnen und Helfern und natürlich bei unserer Richtermannschaft. Ohne die gute Zusammenarbeit sind Prüfungen in dieser Größenordnung nicht umsetzbar.
Fotos: Gudrun Worm, Josef Scheichenzuber, Florian Hofinger
Text: Florian Hofinger