

Die kombinierte Anlagen- und Gebrauchsprüfung der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern fand in diesem Herbst im Nationalpark Jasmund, im Nordosten der Insel Rügen statt. Die Prüfung war, wie für diese Küstenregion typisch, von lebhaftem Wind in malerischer Kulisse geprägt.
Bereits am Freitag, den 10.10.2025 fanden sich die Richter zur Mittagszeit in der Gaststätte „Kleine Försterei“ zu einer
ersten Richterbesprechung ein. Prüfungsleiter Fred Lockenvitz musste eingangs die ursprünglich geplante Gruppeneinteilung und den
angedachten Prüfungsablauf anpassen, da von den eigentlich sechs zur Gebrauchsprüfung genannten Gespannen drei Hundeführer ihre Hunde vor Beginn der Prüfung zurückzogen und die verbleibenden drei Gespanne bereits im Vorfeld die Schweißarbeit auf der natürlichen Wundfährte absolvierten.

Am frühen Nachmittag fanden sich dann die drei Gespanne der Anlagenprüfung pünktlich am Suchenlokal ein und starteten nach der Begrüßung direkt in die Reviere, um mit der praktischen Arbeit zu beginnen. Bis in die Abendstunden konnten alle Hunde am Hasen arbeiten und erste bewertbare Spurarbeiten zeigen. Die Hündin V-July de Ladelazolle überzeugte dabei bereits mit einer konzentrierten Spurarbeit über 11 Minuten, den Hasen hatte sie zuvor selbst gestochen. Fortgesetzt wurde die Prüfung schließlich am nächsten Tag, wobei alle Hunde erneut ihre Leistungen auf der Hasenspur zeigen und ihre am Vortag erzielten Leistungen nicht nur bestätigen, sondern teilweise auch verbessern konnten. Im Anschluss fand die Nachzuchtbeurteilung der jungen Hunde statt.

Hella vom Eiskellerberg / Frank Schwärmer mit V-July de Ladelazolle
Im I. Preis bestanden die Hündin V-July de Ladelazolle geführt von Frank Schwermer, die 11 Minuten mit weit vernehmbarem Laut die Hasenspur arbeitete sowie die Hündin Hella vom Eiskellerberg geführt von Till Seume, die ebenfalls mit sehr gut vernehmbarem Laut 8 Minuten die Hasenspur arbeitete. Beide Hündinnen konnte den Hasen während der Suche selbst stechen. Ivo vom Hühnerspiel geführt von Marco Schneider bestand die Anlagenprüfung im III. Preis, nachdem der Rüde angesetzt 1,5 Minuten mit sehr gutem, weit vernehmbarem Laut auf der Hasenspur arbeitete.

Ivo vom Hühnerspiel
Parallel dazu fand am Sonnabend die Gebrauchsprüfung statt. Aufgrund der im Vorfeld erbrachten Leistungen auf der natürlichen Wundfährte, wurden die Gespanne ausschließlich in den Fächern der Revierführigkeit geprüft.
Die Vieräugl-Hündin Gora vom Mondseeberg konnte den Anforderungen der Prüfungsordnung nicht gerecht werden und kam somit nicht in die Preise. Prüfungssieger im III. Preis wurde mit 253 Punkten die Hündin Vicky de Ladelazolle geführt von Landesobmann Marco Pegel. Die Hündin Xara aus dem Funketal geführt von Florian Stäbener bestand ebenfalls die Gebrauchsprüfung im III. Preis mit 222 Punkten.

(v.l.n.r.): Grit Otto-Moritz mit Gora vom Mondseeberg, Marco Pegel mit Vicky de Ladelazolle / Florian Stäbener mit Xara aus dem Funketal

Formwert SG für Vicky de Ladelazolle / Formwertrichteranwärter Matthias Greifenstein bei der Bewertung

Vicky und V-July – keine Wurfgeschwister, aber beide Hündinnen stammen aus dem französischen Zwinger de Ladelazolle und überzeugten im Rahmen der Anlagen- sowie Gebrauchsprüfung mit sehr guten Leistungen.

Auswertung durch Prüfungsleiter Fred Lockenvitz mit Hörnerklang

Die Gespanne bei der Prüfungsauswertung (v.l.n.r.): Marco Pegel mit Vicky de Ladelazolle, Frank Schwärmer mit V-July de Ladelazolle, Till Seume mit Hella vom Eiskellerberg, Marco Schneider mit Ivo vom Hühnerspiel, und Florian Stäbener mit Xara aus dem Funketal
Ein besonderer Dank geht an das Team des Suchenlokals „Kleine Försterei“ für die Gastfreundschaft in familiärer Atmosphäre und an langjähriges Mitglied Uwe Kasten für die Bereitstellung der Reviere und die tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung der Prüfung.
Text: Christina Berger
Fotos: Karin Straßburg und Klaus-Herbert Schröter