
Am Freitag den 24. Oktober 2025 trafen sich zur ersten Richtersitzung und zum Anlegen der Fährten die Leistungsrichter der Landesgruppe Sachsen-Anhalt und Hans Kuhlbrodt aus Brandenburg sowie die Anwärter und Revierführer. An diesem Tag wurden von 10:45 Uhr bis 12:30 Uhr durch die Richtergruppe drei Fährten (inkl. einer Ersatzfährte) gemäß Prüfungsordnung gelegt: Mindestlänge 1.000 m, 250 ml Schweiß, mit Fährtenschuh getreten. Die Fährten wurden mit Schwarzwildschalen und Schwarzwildschweiß hergestellt (stückidentisch); als Suchenstück für alle drei Fährten diente ein Stück Schwarzwild.
Aufgrund der zu prüfenden Anzahl der Hunde wurde nur eine Richter- bzw. Prüfungsgruppe gebildet. Dies wurde bereits bei der Orga und Einladung durch LOM Michael Eisert berücksichtigt.
Der Prüfung vorausgegangen war die Kontrolle der benötigten Unterlagen (Ahnentafeln, Nennungen, Jagdscheine und Impfausweise) und der notwendige Abgleich der Chipnummern bei den Hunden durch den Prüfungsleiter und die Richteranwärter am Samstag, 25. Oktober 2025 um 9:00 Uhr am Suchenlokal in Stiege. Um 9:30 Uhr erfolgte an jenem Samstag dann nach gutem Brauch der Landesgruppe der offizielle Prüfungsbeginn im Wald mit dem Blasen der Jagdsignale „Sammeln“, „Begrüßung“ und „Aufbruch zur Jagd“. Alle Hundeführer erschienen wie gefordert in voller Jagdausrüstung.

Auswertung der Gehorsamsfächer
Nach dem Auslosen der Reihenfolge startete die Prüfung der Schweißarbeit mit den dazugehörigen Fächern. Hund Nr. 1 dieser GP war Xando aus dem Funketal, Hund Nr. 2 Weda aus dem Funketal.

Andreas Trilsch mit Xando aus dem Funketal auf der Rotfährte

Lutz Bardu belohnt seine Weda aus dem Funketal nach erfolgreicher Schweißarbeit
Um 13:00 Uhr wurde nach der Waldarbeit in der nahegelegenden Köhlerei eine Mittagspause eingelegt. Im Rahmen des offenen Richtens wurden den Prüfungsteilnehmern der Zwischenstand mitgeteilt. Um 14:30 Uhr wurden dann im Prüfungsrevier erfolgreich die Gehorsamsfächer (Revierführigkeit) geprüft.
Im Anschluss fand im Suchenlokal in Stiege die Formbewertung von Xando statt, da die Hündin Weda bereits im formbewertet worden war. Zudem wurden die ermittelten Noten in die Formblätter getragen, der Prüfungsbericht und die Urkunden gefertigt.
Der Rüde Xando aus dem Funketal mit dem Führer Andreas Tilsch bestand die Prüfung mit ordentlichen 204 Punkten im III. Preis.
Die Hündin Weda aus dem Funketal mit dem Führer Lutz Bardu bestand die Prüfung mit guten 222 Punkten ebenfalls im III. Preis. Besonders hervorzuheben ist die nahezu perfekte Arbeit welche auf der Schweißfährte gezeigt wurde, besonders vor dem Hintergrund des hohen Wildstandes an Rot- und Schwarzwild und den hieraus resultierenden Verleitungen.
Die III. Preise resultierten bei beiden Hunden aus dem Gehorsamsteil Ablegen, da sich beide Hundeführer für das angeleinte Ablegen am Rucksack entschieden.

Unser Bläsercorps Holger Grigoleit und Hans Kuhlbrodt
Am Sonntag, dem 26. Oktober 2025, um 9:00 Uhr erfolgte dann die Überreichung der Urkunden an die Hundeführer durch den PL und das Prüfungswochenende wurde mit dem Signal „Jagd vorbei“ und „Halali“ durch die Bläser beendet. Von Seiten der Hundeführer gab es keine Einwände gegenüber dem Prüfungsverlauf, den eingeräumten Möglichkeiten zur Leistungsüberprüfung und den Bewertungen der Hunde.
Das Wetter spielte einige Kapriolen an diesem Wochenende. Es war durchweg kalt, wechselhaft und stürmisch, teils mit orkanartigen Böen in der Nähe des Brockens. Bei der Aufnahme des Gruppenfotos setzte der erste Scheefall des Jahres ein, entsprechend eingemümmelt präsentierte sich unsere Prüfungsmannschaft…

Blick auf den Brocken von Stiege aus
Vielen Dank an alle Beteiligten die zum Gelingen dieser Prüfung beigetragen haben. Ebenso erfreulich war auch die Teilnahme interessierter Gäste und Mitglieder unserer Landesgruppe. So ein Wiedersehen im Rahmen des langen Prüfungswochenendes ist immer schön.
Bracken- und Weidmannsheil!
Text: B. Sinhuber
Bilder: M. Eisert, A. Kiwel, K. Strassburg