
Seit einigen Jahren veranstaltet die Landesgruppe NRW am Rande des Arnsberger Waldes regelmäßig Übungstage für Hundeführer.
Nach einem Übungstag im Mai nutzten auch am Wochenende des 08./09. August engagierte Hundeführerinnen und Hundeführer mit ihren Dachsbracken erneut das Angebot, unter Anleitung erfahrener Führer an der Fährtenarbeit zu arbeiten. Ziel war es, wertvolle Tipps, Orientierungshilfen sowie Lösungswege für die weitere Einarbeitung ihrer jungen Hunde zu erhalten.
Für zwei junge Dachsbracken begann das Wochenende bereits am Freitag mit einem Besuch im Schwarzwildgatter Lippstadt – selbstverständlich unter strengen Hygienemaßnahmen, bedingt durch die jüngsten ASP-Fälle in Südwestfalen. Die beiden zehn Monate alten Hunde „Hella und Hermann vom Eiskellerberg“ beeindruckten im Gatter durch selbstständiges, aber kontrolliertes Arbeiten und zeigten vielversprechende Anlagen.
Anschließend wurden die Übungsfährten für den nächsten Tag vorbereitet und die Pendelsau aufgebaut – alles bei bestem Sommerwetter und herrlicher Kulisse rund um den Möhnesee. Die Fährten wurden prüfungsnah mit ausgebänderten Anschussarealen, Haken, Wundbetten sowie Verweiserstücken gestaltet.
Am frühen Samstagmorgen trafen sich fünf Hundeführerinnen und Hundeführer mit ihren jungen Dachsbracken – darunter auch zwei wenige Monate alte Welpen – im Revier. Unter Organisation und Anleitung von Till Seume und Lukas Discher-Overfeld legten die Hundeführer zunächst Schleppen für die Welpen. Im Anschluss arbeiteten die Junghunde die vorbereiteten Übernachtfährten, die im Plenum begutachtet und konstruktiv besprochen wurden.
Wie im wildreichen Arnsberger Revier üblich, hatten sich über Nacht zahlreiche Verleitfährten von Sika-, Schwarz- und Rehwild eingestellt. Doch auch hier zeigten die jungen Dachsbracken – altersgemäß, aber dennoch beeindruckend – solide Leistungen. Mit Konsequenz, Geduld und weiterem Feinschliff durch ihre Führer lassen diese Ergebnisse auf eine vielversprechende Entwicklung hoffen.

Maline Melchior mit Hermann vom Eiskellerberg

Thomas Gollin mit Anton vom Bernhardsbrunnen

Stefanie Stemmer mit Fynix vom Oberlehengut nach erfolgreicher Fährtenarbeit

Heinz Greifenstein mit Arko von der Sumpfwiese – mutig an der Pendelsau
Nach einer gemeinsamen Mittagspause mit „Verpflegung aus dem Rucksack“ rundete eine Einheit an der vorbereiteten Pendelsau den gelungenen Übungstag ab. Hier konnten die Hunde ihre überschüssige Energie noch einmal gezielt einsetzen – ein spannender Abschluss eines rundum erfolgreichen Wochenendes.
Oben im Bild: Hermann (l.) und Hella (r.) vom Eiskellerberg
Text und Fotos: Lukas Discher-Overfeld und Till Seume