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  • XX. Ländervergleichskampf der Alpenländischen Dachsbracken „Pohar Ing. Gustava Korinka“ (auch Ing. Gustav Korínek CUP) vom 14. bis 16. November 2025 in Tschechien
GP Waldböckelheim 2025
20. Dezember 2025

XX. Ländervergleichskampf der Alpenländischen Dachsbracken „Pohar Ing. Gustava Korinka“ (auch Ing. Gustav Korínek CUP) vom 14. bis 16. November 2025 in Tschechien

20. Dezember 2025

Es ist an einem Montagmorgen Ende Juli 2025, meine alljährliche Urlaubswoche hat gerade begonnen, als mein Telefon klingelt. Bitte keine Nachsuche – jedenfalls nicht heute! Mein Landesobmann Michael Eisert ist am Telefon und fragt mich geradeaus, ob ich am diesjährigen internationalen Leistungsvergleich der Dachsbracken (-führer), immer jährlich abwechselnd ausgerichtet vom slowakischen oder tschechischen Zuchtverein, teilnehmen möchte. Ich muss nicht lange überlegen und sage prompt zu. Die Prüfung fällt zwar in die Hauptjagdzeit Mitte November, aber wann hat man schon einmal die Chance, besser die Ehre, an so einer Veranstaltung als aktiver Hundeführer teilzunehmen.

Die Monate gingen ins Land. Ich versuchte mit recht dürftigem Erfolg an Informationen über den Prüfungsablauf und die Anforderungen der einzelnen Fächer/ Prüfungsinhalte zu gelangen. Ich fing wieder an, Fährten zu treten und die Hunde im Gehorsam zu arbeiten. Die Überprüfung der Schwarzwildschärfe sollte für meine beiden „Selbstgefährder“ kein Problem darstellen. Erst wollte ich mit meinem VÄ-Rüden nach Tschechien fahren, entschied mich aber kurz vorher dann doch für meinen erfahrenen hirschroten Rüden Akim z Dlouhé paseky 3946/20, Rufname Rudi. Genießt dieser als gebürtiger Tscheche ja quasi Heimvorteil.

Dieses Jahr fand die Prüfung bei Zelená Lhota in der Nähe von Nýrsko (Neuern), in großen Waldungen nördlich des Künischen Gebirges in Böhmen statt. Verantwortlich zeichnete also der tschechische Zuchtverein für die Prüfung unter dem Prüfungsleiter Ing. Libor Hanzlík. Insgesamt meldeten sich 12 Gespanne aus fünf Nationen zur Prüfung an: Ein Österreicher, zwei Schweden, fünf Tschechen, drei Slowaken und ich als einziger Deutscher. Die Richtergruppe war ebenfalls international aufgestellt. Mehrere europäische Zuchtvereine hatte offizielle Vertreter und/ oder Richter entsandt.

Der Prüfungsablauf gestaltete sich aufgrund der Anzahl der zu prüfenden Fächer als sehr straff. Los ging es bereits am Freitag um 12:00 Uhr mit der Anmeldung der Gespanne und Überprüfung der Hunde (tierärzlicher Check, Chipkontrolle etc.).

Rudi diese Maschine, 22 kg, zerreißt bald den Strick – Sauen in der Nase!

Das Bohlengatter schützt Hunde und Schwarzkittel gleichermaßen.

Dann ging es auch schon für den ersten Prüfungsteil ins Revier: Die Arbeit am Schwarzwild: Dieser Prüfungsteil unterscheidet sich etwas von der Prüfung in Deutschland (z.B. Brauchbarkeitsprüfungen o. Wildschärfenachweise. Hier steht ein kleines Gatter mit Schwarzwild im freien, ungezäunten Wald. Die Hunde werden in 150 m Entfernung geschnallt, um das Schwarzwild unter Wind zu suchen und bestenfalls zu finden. Wenn die Hunde das Wild dann stellen, ist dieses dann mindestens fünf Minuten lang zu bedrängen und zu verbellen. Ein frühzeitiger Abbruch der Arbeit durch den Hund führt schnell zum Punktabzug und zur Prädikatsminderung. Das Bohlengatter schützt dabei sowohl den Hund als auch das Schwarzwild vor Verletzungen. Rudi hatte bei diesem Fach soviel Freude, dass er versuchte ins Gatter einzudringen. Nachdem die Richter die Arbeit für beendet erklärten, musste ich ihn abtragen. Ein Abrufen war hier nicht möglich. Das heißt aber auch: Höchstnote! 😉 Die Ergebnisse wurden zeitnah bekannt gegeben.

Am ersten Abend erfolgte der feierliche und offizielle Beginn des Prüfungswochenendes. Die offiziellen Vertreter hielten ihre Grußwörter. Für unseren Verein nahm dies der 1. Vorsitzende Peter Fickentscher höchstpersönlich wahr. Auch die Hundeführer stellten sich persönlich und ihre Hunde der gesamten Prüfungsmannschaft vor.

V.l.n.r.: Prüfungsleiter Ing. Libor Hanzlik, HF Berno Sinhuber, Ing. Ales Dolezal als Dolmetscher beim Begrüßungsabend

Der Samstag startete sehr früh, da an diesem Tag die Drückjagd stattfinden sollte. Pünktlich um 7:30 Uhr gab es eine kurze Zusammenkunft aller Prüfungsteilnehmer und schon wurde auch zum Sammelplatz der Jagd abgerückt. Insgesamt wurden an diesem Tag zwei Treiben durchgeführt. Hauptsächlich wurde diesmal auf Schwarz- und Damwild gejagt. Leider blieb mein Rüde derart hartnäckig am Wild, dass er im ersten Treiben nicht selbstständig zurückkam und wir ihn per Hundeortung aus einem Einstandsgebiet mit hohem Wildvorkommen abholen mussten. Dies brachte uns im Fach Orientierung leider nur die Note 2, was uns automatisch in die II. Preise verbannte – sei´s drum. Das zweite Treiben lief da besser, die Luft war etwas raus und Rudi ging nicht mehr so weit.

Auswertung Revierführigkeit Samstagnachmittag

Am Ende dieses Tages wurden dann die Gehorsamsfächer geprüft (Revierführigkeit, Standtreiben/ Verhalten am Stand, Ablegen, Schießen). Als die Hunde vom Ablegen abgeholt wurden, dämmerte es bereits mächtig. Eine Hündin konnte erst am Sonntag in diesem Prüfungsteil geprüft werden, da sie tierärztlich behandelt werden musste. Auch in Tschechien ist das Schwarzwild wehrhaft… Der Abend klang dann im Suchenlokal bei gutem Essen und Livemusik in entspannter Atmosphäre aus. Parallel fand noch gesondert die Richtersitzung statt, dem Vernehmen nach anscheinend weniger entspannt. Ich verkrümelte mich schnell ins wohlverdiente Nachtlager, da auch der Sonntag noch einiges für uns bereithalten sollte.

Und so ging es dann auch am dritten Prüfungstag wieder früh aus den Federn. Heute stand die Schweißarbeit auf dem Programm. Hier wurden die Fährten noch einmal für die Gespanne ausgelost. Auch dieses Fach absolvierten wir souverän und sehr zügig. Die Prüfung war für uns in dem Punkt neu, da das Verhalten am Stück anders als bei uns im Verein üblich geprüft wird: Am letzten Wundbett ist eine Markierung am Baum, hier ist jeder Hund bei seiner Fährte zu schnallen und hat die letzte Strecke zum Wild alleine zu meistern, nicht nur die Verweiser oder Verbeller. Hier wird erwartet, dass der Hund das Suchenstück selbstständig in Besitz nimmt und nicht mehr verlässt. Er wird dann nach kurzer Zeit vom Führer gesichert. Das Verblasen des Wildes mit entsprechendem Jagdsignal und kurzer Ansprache der Richtergruppe erfolgt umgehend.

Beginn der Fährte, ohne Anschusssuche – Such` verwund mein Hund!

Am Stück

Auch dieser Prüfungstag zog sich, da je Richtergruppe sechs Gespanne zu prüfen waren. Erst am späten Nachmittag erfolgte kurz vor Einbruch der Dunkelheit der offizielle Prüfungsabschluss. Hier gab es neben den Pokalen für die drei Erstplatzierten auch die Urkunden und viele kleine Aufmerksamkeiten für jedes Prüfungsgespann. Etwas enttäuscht durch den II. Preis, aber mit satten 180 Punkten auf dem Zeugnis traten Rudi und ich dann die Heimreise an. Der XX. Pohar Gustava Korinka war nun auch wieder Geschichte.

Die Ergebnisse

Der reiche Gabentisch zur Preisverleihung Sonntagabend

Wir möchten uns noch einmal bei allen bedanken, die so eine Prüfung erst möglich machen. Ebenso für die Möglichkeit der Teilnahme! Es war mir nicht nur eine große Freude, sondern auch Ehre, unseren Verein im Ausland zu vertreten.

Eine ausführliche Fotogalerie ist bei unseren tschechischen Freunden unter folgendem Link einzusehen:

https://www.alpskybrakyr.cz/index.php/fotogalerie/fotogalerie/2025-korinek-14-16-11?page=1#category

Bracken- und Weidmannsheil!

Berno Sinhuber, Magdeburg

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